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Bestattungen mit Verewigungen als Bleistift
Manche Menschen wünschen sich, auch nach ihrem Tod Teil des Lebens zu bleiben. Die Möglichkeit, aus der eigenen Asche Bleistifte herstellen zu lassen, eröffnet eine sehr besondere Form der Erinnerung. Nicht laut, nicht monumental, sondern leise, kreativ und fortwirkend.
Aus dem Kohlenstoff eines eingeäscherten Menschen können bis zu 240 Bleistiftminen gefertigt werden. Jeder einzelne Stift wird individuell gestaltet und kann mit dem Namen des Verstorbenen oder einer persönlichen Widmung versehen werden. So entsteht ein Set, das nicht nur Erinnerungsobjekt ist, sondern genutzt werden darf.
Ein besonderes Element dieser Form des Gedenkens ist die dazugehörige kreative Urne. Die Bleistifte werden einzeln entnommen und innerhalb der Box gespitzt. Die entstehenden Späne sammeln sich nach und nach im Inneren. Mit der Zeit verwandelt sich die Box selbst wieder in eine Urne, gefüllt mit dem Material, das aus der Einäscherung stammt. Nutzung und Erinnerung gehen dabei bewusst ineinander über.
Auf Wunsch können mit genau diesen Bleistiften weitere Erinnerungsstücke entstehen, etwa ein Porträt des Verstorbenen oder ein handgeschriebener Brief mit persönlicher Bedeutung. So wird Erinnerung nicht nur bewahrt, sondern aktiv weitergeführt.
Diese Form der Bestattung richtet sich an Menschen, die Kreativität, Schreiben und leise Spuren schätzen. Ein Abschied, der nicht endet, sondern weitergeschrieben wird.







